Die seit einigen Jahren geführte Debatte um die Bedeutung der "zivilen Sicherheit" zeigt, dass "Sicherheit" deutlich mehr umfasst, als allein den Kampf gegen Kriminalität oder Terrorismus. Zunehmend umschließt der Begriff auch das Thema "Schutz", also zum Beispiel den Schutz vor schweren Industrieunfällen, vor Naturkatastrophen, vor Pandemien oder vor dem Zusammenbruch kritischer Infrastrukturen.
Allgemeinhin unterscheidet man in der Branche zwischen dem Schutz vor unwillkürlichen, zum Beispiel durch Unfälle oder Naturereignisse heraufkommenden Gefahren (Safety) und dem vor willkürlichen, von Menschen absichtlich herbeigeführten Gefahren (Security).
Die sich ergebenden Herausforderungen sind von hoher Komplexität und umfassen die enge Verzahnung von
- Grundlagenforschung,
- Technologieentwicklung,
- industrieller Produktion,
- gesellschaftlicher Debatte,
- zukünftigen Marktanforderungen, sowie
- Erziehung, Ausbildung und Qualifikation.
"Zivile" Sicherheit ist somit vor allem ein Integrationsthema verschiedener technischer, sozialer und wissenschaftlicher Fähigkeiten - und somit ein Thema mit hohem Innovationspotential.
Der Weltmarkt für sicherheitstechnische Lösungen und Dienstleistungen soll von knapp 80 Mrd US-Dollar im Jahr 2008 auf über 180 Mrd US-Dollar im Jahr 2015 steigen.
Der deutsche Markt, soll sich ebenfalls sehr dynamisch entwickeln:
Quelle: VDI/VDE-IT GmbH, Marktpotenzial von Sicherheitstechnologien und Sicherheitsdienstleistungen. Studie im Auftrag des BMWi, Berlin, 2009.
Die Projektionen stammen aus der Zeit vor der Finanz- und Wirtschaftskrise, so dass die Wachstumsdynamik etwas geringer ausfallen mag. Die vergleichsweise schnelle Marktentwicklung wird aber sicher bleiben.
Ziel der TSSI ist es, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Hauptstadtregion an dieser positiven Entwicklung mit Nachdruck teilhaben zu lassen.




